Das Universitätsklinikum Münster (UKM) ist ein Leistungsträger der Gesundheitsversorgung in der Region und ein bedeutender Baustein der deutschen Kliniklandschaft. Darüber hinaus steht das UKM für Spitzenmedizin in der deutschen Krankenhauslandschaft und gehört bundesweit zu den erfolgreichsten Maximalversorgern.
Das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Münster fasst alle Kliniken und Abteilungen des UKM zusammen, die sich mit Erkrankungen und Schäden an Zähnen, der Mundhöhle, des Kiefers und des Gesichts befassen. Im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde betreuen rund 380 Nutzer ca. 60.000 Behandlungen pro Jahr. Es bietet Patienten mit Zahn- und Kieferproblemen, Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich eine umfassende ambulante und stationäre Versorgung. Vorsorgeuntersuchungen und unverbindliche Beratung gehören ebenso zum Angebot wie komplexe Zahn- und Kieferbehandlungen aller Altersgruppen. Nach der Aufnahme in der Zentralen Leitstelle und ggf. einer Erstuntersuchung in der Zentralen Interdisziplinären Ambulanz stehen folgende Fachabteilungen zur Verfügung: Kieferorthopädie, Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie, Parodontologie und Zahnerhaltung sowie Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien. Im Zentrum ist die UKM Dentallabor GmbH (Tochterunternehmen des UKM) angesiedelt zur Herstellung von Zahnersatz mit neuesten Technologien. Auch kieferorthopädische Apparaturen werden dort hergestellt.
Ausgeschrieben wird eine Software bzw. Systemlösung, welche die Prozesse rund um die Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde unterstützt. Prozesse werden vereinfacht und digitalisiert. Hierzu ist die Anbindung notwendiger Schnittstellen zu am UKM eingesetzter Software bzw. Systemlösungen zu berücksichtigen (z. B. Online-Terminvergabe).
Die Anbindung an das eingesetzte Krankenhausinformationssystems Orbis ist essentiell.
Um die Prozesse der Patienten zu organisieren und zu steuern ist ein Auftragswesen für die Anbindung der Röntgenabteilung, des Instituts für klinische Radiologie und der Fotozentrale sowie die Möglichkeit der zahntechnischen Beauftragung externer Dentallabore (UKM Dentallabor GmbH (Tochterunternehmen) und andere Dentallabore) zu berücksichtigen.
Bezogen auf den Bereich Forschung und Lehre ist eine verbesserte Integration der Studierendenkurse und eine Qualitätsverbesserung für die Lehre umzusetzen. Hierzu ist die Anbindung notwendigen Schnittstellen zu den Systemen der Universität Münster zu berücksichtigen.
Derzeit setzt das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als Software zur Behandlung sowie Abrechnung HIGHDENT PLUS und als Terminplanungstool Thepla ein. Insgesamt werden derzeit ca. 380.000 Patienten in HIGHDENT PLUS geführt.
Weitere Softwareprogramme wie PA-Konzepte sind heute bereits angebunden und sollen auch durch die ausgeschriebene Software bzw. Systemlösung angebunden werden können. Insbesondere sind Schnittstellen zu dem Krankeninformationssystem Orbis zu berücksichtigen, eine doppelte Eingabe/ Dokumentation in Orbis und dem ausgeschriebenen System soll zukünftig nicht mehr stattfinden, sondern ein Austausch und eine Synchronisation von dem ausgeschriebenen System und Orbis.
Die digitale Patientenakte ist bereits etabliert. Die Langzeitarchivierung findet derzeit über HYDMedia statt. Kommunikation im Medizinwesen (KIM) ist bisher nicht umgesetzt, ist mit dem ausgeschriebenen System aber anzubinden, ebenso das Elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren Zahnärzte (EBZ).
Des Weiteren wird insgesamt das Ziel verfolgt, das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde weiter zu digitalisieren. Die Umsetzung soll sich in die UKM-weite Digitalisierungsstrategie einfügen. Aus diesem Grund soll das Patientenportal UKM-weit einheitlich sein und ist in dieser Ausschreibung insoweit zu berücksichtigen, dass eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, eine Anbindung und ein Austausch des ausgeschriebenen Systems über eine HL7 Schnittstelle, an das/ mit dem UKM-weite/n Patientenportal erfolgen kann. Das Patientenportal selbst ist aber nicht Teil dieser Ausschreibung.
Die UKM-weite Umsetzung zur digitalen Unterschrift wird zukünftig angestrebt.
Des Weiteren sollte die grundsätzliche Bereitschaft bestehen, die zukünftig UKM-weit eingesetzten Self-Check-In Terminals über eine HL7-Schnittstelle, anzubinden.